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"Mujuchacuna
" - "Kleines Samenkorn",
diesen Namen haben die Kinder, die in diesem Projekt leben, selber gewählt.
Er ist Ausdruck für ihre Hoffnung auf eine gute Zukunft. Eine Zukunft
mit einer guten Schul- und Berufsausbildung und Chancen auf Arbeit.
"Mujuchacuna"
ist ein Wort aus dem Quechua, der Sprache der Inkas. Es ist auch die Muttersprache
dieser Kinder. (ausgespr. Muchutschakuna)
Zur bitteren Realität in Peru gehören: bedrückende Armut,
Arbeitslosigkeit, Kinderreichtum, Mangelernährung, katastrophale
medizinische Versorgung, schlechte hygienische Verhältnisse, hohe
Kindersterblichkeit. Besonders betroffen sind davon, neben
den Menschen in der Selva (Urwald), die Menschen in der Sierra (Gebirgskette).
Unsere Kinder kommen aus der Sierra aus einer Höhe von 4000 Metern.
Dort gibt es keine Einkommensmöglichkeiten und die Menschen leben
von dem, was das Land hergibt. Auf 4000 Metern ist das nicht mehr sehr
viel. Es wachsen Kartoffeln, Quinua, Quiwicha und Weizen, alles für
den Eigengebrauch, nicht genug zum Verkauf. Angebaut wird noch auf die
gleiche Art, wie es schon die Inkas taten, ohne Maschinen,
alles mit Körperkraft. Wer es sich leisten kann hat Schafe oder Alpakas,
vielleicht auch eine Kuh. Diese Tiere sind dann die Kranken- und Lebensversicherung
der Menschen.
Die Menschen sind aber auch arm im Sinne von fehlenden Bildungs- und
Informationsmöglichkeiten. Die schlechtesten Schulen, die mangelhafteste
medizinische Versorgung sind dort zu finden. Fast niemand besitzt einen
Fernseher, Zeitungen gibt es nur in größeren Orten und sie
kosten Geld, welches nicht vorhanden ist.
In
diesem, und einem ähnlichen Gebiet habe ich (Claudia), insgesamt
11 Jahre gelebt und gearbeitet. Viele Ideen zur Verbesserung der Lebenssituation
der Menschen sind in dieser Zeit entstanden. Eine davon hat sich ergeben
durch die ganz konkreten Probleme einiger Familien.
Die Kinder im Projekt "Mujuchacuna" kommen aus den ärmsten
Familien dieser Gegend. Auf Grund von Krankheit, Tod eines Elternteiles,
extremer Armut, war die körperliche und psychische
Gesundheit dieser Kinder gefährdet und sie hätten, statt zur
Schule zu gehen, unter ausbeuterischen Verhältnissen arbeiten müssen.
Die Bevölkerung aus diesem Teil der Sierra orientiert sich bezüglich
Arbeitssuche und besserer schulischer Ausbildung nach Arequipa. Viele
Kinder werden dorthin geschickt, um eine Arbeit anzunehmen. Sie werden
zu Verwandten geschickt, die man seit Jahren nicht gesehen hat oder zu
Leuten die man nur vom Hören kennt. Die Kinder sollen bei diesen
Leuten
leben und sich ihren Unterhalt und das Geld für die Schule durch
Hilfe im Haus oder Geschäft verdienen. In der Regel läuft es
darauf hinaus, dass sie nach kurzer Zeit nur noch für die fremde
Familie arbeiten und der Schulbesuch ausfällt.
Für Mädchen bedeutet das meistens, in einem Haushalt zu arbeiten
vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. Es bedeutet Ausbeutung,
Sklavenarbeit und oft auch Missbrauch.
Was
will das Projekt?
Im Projekt "Mujuchacuna" soll den Kindern die Chance auf eine
abgeschlossene Schulausbildung und wenn möglich eine Berufsausbildung
gegeben werden.
Dies geschieht im Rahmen einer familienähnlichen Gemeinschaft in
der sie Geborgenheit und Beständigkeit erleben und erfahren, das
Zusammenleben ohne Gewalt möglich ist. Sie
lernen, dass sie selber ein wichtiger und liebenswerter Teil dieser Gemeinschaft
sind. Durch das tägliche Beispiel erfahren sie Werte wie: Ehrlichkeit,
Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit, Verantwortung gegenüber
Menschen, Tieren, Pflanzen und der Umwelt.
Zurzeit leben 6 Kinder im Alter von zwei bis siebzehn Jahren im Projekt
und eine junge Frau von 21 Jahren. Sie werden betreut von einem jungen
Paar, das lediglich für ein Taschengeld, Unterkunft und Verpflegung
bereit ist, dieses Projekt zu unterstützen.
Leider
können wir, aus finanziellen und räumlichen Gründen, im
Moment nicht mehr Kinder aufnehmen.
Zur ideellen Unterstützung hat sich in Peru ein Verein gebildet,
der sich ebenfalls "Mujuchacuna" nennt. Die Mitglieder des Vereins
unterstützen durch Rat und Sachspenden, durch Hilfe bei Behördengängen
und pädagogischer Beratung und durch wertvolle Zeitspenden.
Wollen Sie uns helfen dieses Projekt am Leben zu erhalten und zu vergrößern?
Wollen Sie mehr wissen? Wollen Sie unsere Kinder kennen lernen? Wenn auf
diesen Seiten nicht alle Ihre Fragen beantwortet werden, so freue ich
mich über jede Zuschrift von Ihnen unter mujuchacuna@email.de
Spendenquittungen
werden von missio-München ausgestellt. Wir bitten um Verständnis,
dass dieses mit Zeitverzögerung geschieht. Bei Dauerspenden wird
die Spendenquittung jährlich ausgestellt.
missio hat sich bereit erklärt die Spenden kostenlos nach Peru zu
transferieren und die
Spendenquittungen auszustellen. missio ist nicht Projektträger!
Bank: Darlehnskasse Münster eG
Kontonummer: 116 677 416
BLZ: 400 602 65
Kennwort: Mujuchacuna |
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